CNC-gesteuertes Pressen von Aluminiumfenstern und -türen
Artikel aus „De Schrijnwerk“
Die Produktion von PVC-Fenstern und -Türen ist bei den meisten Schreinern bereits seit Langem automatisiert. Im Gegensatz dazu beschränkte sich die Automatisierung bei der Herstellung von Aluminiumfenstern und -türen meist auf ein Säge- und Bearbeitungszentrum. Es ist jedoch klar, dass es auch nach diesem Produktionsschritt zahlreiche Möglichkeiten gibt, den weiteren Prozess zu optimieren und zu automatisieren. Besonders interessant sind hier die Möglichkeiten und Vorteile einer CNC-gesteuerten Eckenpresse. Tryma arbeitet hierfür seit Langem exklusiv mit dem französischen Hersteller MTI Machines zusammen.
1-Kopf-Eckenpresse
Traditionell werden die Eckverbindungen von Aluminiumfenstern und -türen mit einer konventionellen 1-Kopf-Eckenpresse gepresst. Der Bediener muss dabei jede Ecke einzeln positionieren, spannen und pressen. Außerdem muss er beim Wechsel auf einen anderen Profiltyp in der Regel die Pressmesser manuell austauschen. Diese Arbeitsschritte sind zeitaufwendig und erfordern Fachkenntnisse.
Nun gibt es die Möglichkeit, auf eine CNC-gesteuerte 1-Kopf-Eckenpresse umzusteigen. Die verschiedenen Profiltypen sind vorab in der Maschine programmiert. Der Bediener muss am Bildschirm lediglich die Profilnummer auswählen. Die Pressmesser fahren daraufhin automatisch in die richtige Position. Dank der vollautomatischen Einstellung ist ein manuelles Wechseln der Pressmesser nicht mehr erforderlich. Dadurch können verschiedene Profiltypen und -serien gemischt ohne manuelle Umrüstung verarbeitet werden.
Alle Profiltypen werden mit denselben Pressmessern gepresst. Das Spannen und Pressen wird vom Bediener über zwei-Hand-Taster und ein Fußpedal ausgelöst. Dies garantiert maximale Sicherheit für den Bediener und ist ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Eckenpressen.
4-Kopf-Eckenpresse
Die Produktivität lässt sich mit einer 4-Kopf-Eckenpresse erheblich steigern. Diese Anlage besteht aus einem automatischen Zuführtisch, der 4-Kopf-Eckenpresse und einem automatischen Ausgabetisch. Jedes Fenster erhält einen individuellen Barcode, der nach dem Scannen dafür sorgt, dass sich der Zuführtisch automatisch auf das richtige Maß einstellt. Nach dem Zusammenbau platziert der Bediener das Element gegen den Anschlag auf dem Zuführtisch. Anschließend wird es mittels angetriebener Transportbänder automatisch zur Eckenpresse befördert.
Gleichzeitiges Verpressen
Das Fenster wird in die Presse transportiert, wo die vier Pressköpfe die vier Ecken gleichzeitig verpressen. Ein wichtiges Detail: Dies erfolgt profilunabhängig. Zwei Messer sind CNC-gesteuert in Höhe und Tiefe eingestellt, sodass verschiedene Profiltypen nacheinander mit denselben Werkzeugen gepresst werden können. Ein manuelles Wechseln der Pressmesser ist nicht mehr notwendig. Der durchschnittliche Zyklus beträgt 60 Sekunden pro Fenster. Während die Maschine automatisch presst, kann der Mitarbeiter bereits das nächste Element vorbereiten, ohne eingreifen zu müssen. Nach dem Pressen wird das Element auf einen automatischen Ausgabetisch transportiert. Dort liegen die Ecken frei, sodass sie leicht gereinigt werden können. Optional kann das Fenster automatisch zu einer Dichtungs-Einrollmaschine oder zu einem Puffer- und Sortiersystem weitergeleitet werden.
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