Automatisierung bedeutet Einsparung
Artikel aus „De Schrijnwerk“
Dennis Koning und Jasper Neirynck von Tryma tun mehr, als nur Maschinen zu verkaufen. Sie besuchen Kunden in Belgien und den Niederlanden im Namen von Tryma und beraten hinsichtlich der Workflow-Gestaltung und Produktionsoptimierung.
„Wir haben natürlich selbst eine Vision“, sagt Jasper. „Aber der erste Schritt ist immer, genau zuzuhören, was der Kunde möchte. Welche Ambitionen hat das Unternehmen, welche Möglichkeiten bestehen, und wie sieht die Produktionshalle aus?“ Deshalb erstellen Dennis und Jasper niemals ein fertiges Layout.
Anhand von Beispielen zeigt das Duo, was möglich ist. Dennis weist darauf hin, dass in der Produktion viel Zeit durch das Bewegen eines Produkts verloren geht – das sogenannte „Handling“. „Bis zu dreißig Prozent der Zeit gehen dadurch verloren. Bei den meisten Unternehmen sehe ich ein enormes Einsparpotenzial. Viele Firmen haben in Bearbeitungszentren investiert, was eine logische Wahl ist, aber wir sehen, dass durch die Automatisierung des Prozesses noch viel mehr eingespart werden kann. Oft wird noch traditionell gearbeitet: eine Person montiert das gesamte Produkt. Wissen und Material laufen dort zusammen. Wir sind der Meinung, dass es besser für den Workflow ist, Aufgaben zu trennen, statt alles an einem Punkt zu bündeln.“
Die Vision von Tryma und die des Kunden werden nach dem ersten Gespräch in einem Layout umgesetzt. Laut Jasper ist das ein richtiges Puzzle. „Wir berücksichtigen dabei die Wünsche des Kunden, versuchen aber auch, zum Beispiel die Arbeitsplätze zu optimieren. Neben der Produktivität ist Ergonomie ein wichtiges Thema, das oft unterschätzt wird. Dennoch kostet (temporäre) Ausfallzeit der Mitarbeiter sehr viel Geld.
„In dieser Phase des Prozesses berücksichtigen wir noch keine Kosten und gehen von der optimalen Produktion für dieses spezifische Unternehmen aus.“ Das Layout wird danach mehrfach besprochen und angepasst. Jeder Kunde hat andere Wünsche und Möglichkeiten. Tryma legt großen Wert auf maßgeschneiderte Beratung. Schließlich entsteht eine endgültige Zeichnung, auf deren Grundlage ein Investitionsplan erstellt werden kann.
Dennis: „Bei dem einen Kunden wird alles auf einmal gekauft, bei anderen wählt man einen gestuften Ansatz. Viele Kunden wissen inzwischen, welche Ambitionen sie haben und in welche Richtung sie gehen möchten. Es ist nicht ungewöhnlich, fünf Jahre vorauszuschauen und in diesem Zeitraum einen gestuften Investitionsplan zu erstellen. Es geht auch darum, Unternehmen zukunftssicher zu machen.“ Dennis schließt: „Was ist mit den Autoherstellern passiert, die die Automatisierung nicht mitgemacht haben? Ich bin überzeugt, dass auch wir in dieser Branche an diesem Wendepunkt stehen.“